2026-02-23 - Tag 1
E-Dur übers Griffbrett I./V./XI.
Es soll damit enden E-Dur einmal komplett über’s Griffbrett zu spielen. Anfangen wird es mit einer handvoll Positionen. Wenn es läuft, gern auch auf Geschwindigkeit zielen.
Das sind drei Übungen in jeweils zwei Teilen, die heute gern auch einzeln wiederholt werden können.
Arpeggio G-Dur Griffbrett auf- und abwärts mit Pause
Es geht ums Ganze, also ruhiges Sicher-durch-komm-Tempo nehmen, im Pausentakt entspannen, nächsten Takt vergenwärtigen und weiter und weiter und durch.
Bending Halbton alle Finger V. abwärts
Ob klar wechselnde Töne oder hin- und hergleitend, ist vorher festzulegen und dann so auszuführen. Beide Varianten haben ihre Schwierigkeiten, also nach Bedarf beides üben.
Einfach entsprechend dieses Musters fortsetzen bis Erschöpfung zu spüren ist. Sinnigerweise eher ans Ende der Übungssitzung legen oder wenigstens eine längere Pause danach einlegen.
2026-02-24 - Tag 2
E-Dur übers Griffbrett aufwärts
Ganz in Ruhe von unten nach spielen. Wenn das Durchhaltevermögen nachläßt gar nicht erst einen neuen Durchlauf beginnen.
Arpeggio G-Dur über je zwei Lagen
Drei Übungen, aber sie bleiben doch nicht in einer Lage, anders als angekündigt.
Die Reihenfolgen können natürlich auch umgekehrt werden.
Rhythmische Anschlagsübung mit Dämpfen p-i, p-m, p-a
Den Ton immer mit dem Finger abdämpfen der ihn angeschlagen hat.
2026-02-25 - Tag 3
E-Dur übers Griffbrett II./VII./XIV.
Diesmal gibt es wieder drei Übungen, je mit zwei Skalen. Es ist auf die rhythmische Aufteilung zu achten, insbesondere der jeweils ersten Hälfte.
Arpeggio G-Dur Griffbrett auf- und abwärts, vor-und-rück mit Pause
Idealerweise alle acht Doppeltakte als ein Ganzes spielen. Wenn Pausen notwendig sein sollten, bitte in musikalischen Größen, längstenfalls 1 Takt.
Bending Halbton alle Finger V. aufwärts
Auch dies wieder im Kreis zu spielen.
2026-02-26 - Tag 4
E-Dur übers Griffbrett abwärts
Arpeggio G-Dur über drei Lagen
Rhythmische Anschlagsübung mit Dämpfen p-i, p-m, p-a
2026-02-27 - Tag 5
E-Dur übers Griffbrett IV./IX.
Das als drei Sechzehntel mit wandernder Betonung spielen, klappt ganz gut. Ist aber am Metrum vorbeigeschummelt.
Arpeggio G-Dur Griffbrett aufwaerts, vor-und-rück wie rück-und-vor
Bending Halbton alle Finger V. aus der Mitte
Dem Muster folgend weiter bis es reicht.
Explizite Bending-Übung im Sinne von Muskeltraining nur jeden zweiten Tag zu machen scheint sich zu bewähren. Die Hand scheint nach 48 Stunden ausreichend erholt und es gibt eine klare Verbesserung.
2026-02-28 - Tag 6
E-Dur übers Griffbrett auf- und abwärts
Das Prinzip der Rhythmus-Pyramid sollte ja vertraut sein. Einfach das rhythmische Muster weiterführend das Griffbrett auf- und abwandern.
Mein Eindruck bei derartig komplizirten Übungen ist, daß sie gut sind um die Wahrnehmung zu heben, neue Sicht auf das eigen Spiel zu geben, Probleme zu entdecken. Wenn man sie aber benutzt um das Entdeckte zu erobern, überfordern sie durch die Fülle, man ermüdet und schlampt. Dafür dann, dem für sich als wichtig gefundenen Aspekt, eine eigene Übung gönnen, also für’s Entdeckte, nicht für’s Schlampen.
Arpeggio G-Dur Griffbrett abwaerts, rück-und-vor wie vor-und-rück
Die Variante im V. Bund fühlt sich nach wie vor etwas seltsam an. Der Wechsel vom Ringfinger auf der E-Saite zum auf das Berré folgenden Mittelfinger mit dem d’ auf der g-Saite, ist irritierend. Zumal der Ringfinger ja dann wiederum hinter den Mittelfinger muß wenn er auf’s b’ der e’-Saite geht.
In großem Maße mein Plektrum-Arpeggio über alle sechs Saiten hat es aber nicht verbessert. Da muß ich mir wohl etwas anderes einfallen lassen.
Rhythmische Anschlagsübung mit Dämpfen alle Kombinationen
Am Anfang macht das Kopfschmerz, aber es tut nur beim ersten Mal weh, man gewöhnt sich schnell dran.
Auf den weiter entfernten Saiten wird es schwierig mit den Kombinationen ohne Daumen beim Dämpfen, aber ein leichtes Nacheinander tut der Idee keinen Schaden an.