Üben heißt sich nicht verspielen!
Wer sich beim Üben verspielt, übt wie man sich verspielt.
guitar six pack
Gitarre Übe-Blog
6p 17. Mai 2016
Diesmal, am 15. Februar 2026 schreibend, förderte das Wühlen im
Archiv eine Tremolo-, eine Skalen und eine Bindungsübung zu Tage. Und
mindestens Bindungsübungen, kann man ja nicht zu viele haben.
Alle Übungen des Six Packs als
pdf-Datei
2016-05-17 - Tag 1
Tremolo
mit Vieren und punktierten Achteln im Baß
Eine große Herausforderung liegt darin nicht den Baß als Viertel zu
nehmen und die Oberstimme als Triolen zu spielen, sondern brav die
Betonung auf den ersten Ton der Tremolo-Vierer-Gruppe zusetzen, wie vom
Metrum gebotene.
Laut Zählen hilft, beispielsweise auch daß Auszählen der
Tremolo-Quartette 1-2-3-4 und dazu den Baß spielen.

G-Moll
harmonisch über einen Baß im 7/8 (DAdgad’)
Man hab ich gegrübelt, bevor ich im Notenquelltext den Hinweis
für DAdgad’ las. Vermutlich war die Übung eine Vorbereitung auf
mein solistisches Gehampel während „Auf allen Partys von morgen“
mit workingmansdead.








Das ist zuviel. Eigentlich braucht man nur das Pattern
verinnerlichen, dann sollte es egal sein was von dem Material man so
spielt. Aber dazu ist es sinnvoller sich auf eine Variante zu
konzentrieren. Mal schauen was die Notizen für morgen hergeben und dann
arbeite ich das für die folgenden Tage vermutlich um.
Bindung 4-3-0-1-2
E-e’-E I.
Da eine kurze Pause einzügen wäre eine Idee, etwas Ausdauer kann aber
auch nicht schaden.
Sich bei der Wiederholung auf wechselnde Finger zu fokussieren ist
sinnvoll (wandernde Aufmerksamkeit).

Übe-Tips
Tempo zum Üben finden
- Arbeite Dich zuerst von einem fast zu langsamen Tempo zu einem
herausfordernden vor.
- Dann gehe umgekehrt, von herausfordernd zu schlafwandelnd
sicher.
- Bestimme drei Tempi:
- schlafwandlerisch
- herausfordernd
- sicher dazwischen
Übe in der Reihefolge:
- sicher dazwischen
- herausfordern
- schlafwandlerisch
Zu übenden Umfang bestimmen
- Problemstellen direkt sichern.
- Davor und danach wegglassen
- Komplexität verringern z.B.:
- weniger Stimmen
- nur rechte oder nur linke Hand
- Bis zum Problem spielen - Absetzen - Problemstelle spielen -
Absetzen - weiter
- Nach Erfolg langsam um diese Stelle erweitern, etwas früher
anfangen, etwas weiter spielen.
Pausieren
Mach mal Pause. Pausen sind auch Musik. Der Kopf arbeitet weiter an
einem Problem, selbst wenn man sich nicht vordergründig damit
beschäftigt. Und Schlafen ist praktisch immer ein Versuch wert.
Das Bekannte immer wieder
neu
Versuche neue Perspektiven auf das zu Spielende zu gewinnen.
- Rhythmus ändern
- Betonung verschieben
- Anschlag wechseln (auf/ab, verschiedene Anschlagsfinger)
- fang mit der letzten Phrase an und erweitere durch die jeweil davor
liegende
- fang mittendrin an und erweitere mal nach vorn, mal nach hinten
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