In der ersten Übung stoppt der den nächsten Anschlag führende Finger die Saite, entspannt und verharrt bis die Zeit für seinen Anschlag herangekommen ist.
Zeitweise habe ich einfach versucht mit dem Folgefinger so schnell wie möglich zu stoppen und nur den Anschlag dann wieder in der Zeit auszuführen. Das hat aber gar nicht wirklich zur Beschleunigung beigetragen, daß beim konsequenten Einhalten des Rhytmus herstellende Ebenmaß der Bewegung scheint ein viel wesentlicherer Beitrag zu sein.
Ein schneller Ausbruch zur Eins gespielt. Entspannen! Locker bleiben, kein Erwartungskrampfen vorm Anschlag!
Die eigentliche Bewegung in einer Geschwindigkeit spielen die sichere Ausdauer ermöglicht.
Für den Perspektiv-Wechsel gibt es noch ein ruhiges Hin- und Her mit Pausen.
Diese Rasguado-Übungen sind ziemlich akademisch. Sie haben ihren Zweck darin die Wahrnehmung von Teilaspekten einer komplexen Bewegung zu schärfen.
Statt Leesraiten kann man natürlich auch einen Akkord greifen, aber das lenkt halt Aufmerksamkeit von der Anschlags- in die Greifhand.
Im Folgenden geht es um das gleichzeitige gegenläufige Bewegen nebeneinanderliegender Finger. Damit alle drankommen arbeiten erst Zeige- und Mittelfinger, danach Ring- und kleiner Finger.
Wer das auf Anhieb hinbekommt hat meine Bewunderung. Eine Woche damit gearbeitet habend war ich froh da irgendwas Koordiniertes zu haben.
Hier wird Stück für Stück die Zahl der Bewegungen erhöht, erst auf einer Saite, dann über zwei.
Nun ist auch Ausdauer gefragt, eventuell vorher eine kurze Pause gönnen.
Ausrollen im entspannten Tempo.
Zum Abschluß gibt es noch etwas Akrobatik, auch diese mit sich steigernder Zahl der zu absolvierenden Bewegungen.